Software unterstützt Gemeinden künftig bei der Gewässerunterhaltung | Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz

PROGEMIS-LogoStowasserplan entwickelt seit April 2015 in einem BMBF-Forschungsvorhaben die Software PROGEMIS® – ein Prozessgestütztes Gewässermanagement- und Informationssystem. Das System soll Städte, Gemeinden und Verbände vor allem bei der Gewässerunterhaltung fachlich unterstützen und organisatorisch entlasten. Integriert bietet es Möglichkeiten, den Hochwasserschutz zu verbessern und Maßnahmen zur Gewässerentwicklung einzuplanen.

PROGEMIS® wird dazu mit einem leicht bedienbaren Planungszyklus und Know-how zur Planung und Ausführung von Maßnahmen der Gewässerunterhaltung ausgestattet. Auf Basis eines digitalen, fortschreibbaren Datenbestands vereinfacht es den gesamten Prozess der Gewässerunterhaltung von der konzeptionellen Planung über die Auswahl geeigneter Maßnahmen bis hin zur Dokumentation. Dabei wird PROGEMIS® die Vergabe von Unterhaltungsmaßnahmen an Ausführungsbetriebe und die Einbeziehung von Fachbüros bei der Maßnahmenplanung unterstützen. Außerdem soll eine Informations- und Meldefunktion für Bürger eine bedarfsgerechte Beteiligung ermöglichen. Das System befindet sich in der Entwicklung und wird ab Herbst 2016 bei verschiedenen interessierten Städten und Gemeinden erprobt werden.

InStroeHmunG

PROGEMIS® wird im Rahmen des BMBF-Forschungsvorhabens „In_StröHmunG – Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasserrisikomanagement und naturnahe Gewässerentwicklung“ entwickelt. An dem Verbundvorhaben sind 7 Partner verschiedener Disziplinen aus Forschung und Praxis, Wirtschaft und Verwaltung beteiligt. Hauptziel ist es, Synergien zwischen ökologisch orientierter Gewässerentwicklung und Hochwasserschutzmaßnahmen detailliert zu untersuchen und über Instrumente nutzbar zu machen. Dabei setzt „In_StröHmunG“ auf einen interdisziplinären Ansatz unter Beteiligung von Ingenieur- und Naturwissenschaft sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaft, um ökologischen Hochwasserschutz zur Umsetzung der HWRM-Richtlinie mit einer naturnahen Fließgewässerentwicklung im Sinne der WRRL zu vereinbaren.

Das Verbundvorhaben „In_StröHmunG“ wird koordiniert vom Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der Technischen Universität Dresden. Neben den oben genannten Inhalten werden in dem Vorhaben auch die Ablagerung und Mobilisierung von Sedimenten in Abhängigkeit von der Strömung und Bepflanzung am Gewässer untersucht und die Auswirkungen verschiedener hydromorphologischer Maßnahmen auf die Habitateignung von Gewässerabschnitten erforscht.

Partner des Vorhabens „In_StröHmunG“ sind:

Projektwebseite: http://www.in-stroehmung.de

Das diesem Blog-Beitrag zugrunde liegende Vorhaben „In_StröHmunG“ wird im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasser-Ressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung du Forschung unter dem Förderkennzeichen 033W017F gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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Ansprechpartner für interessierte Städte und Gemeinden und andere Akteure ist Lars Stratmann.

Andreas Stowasser

hat als Geschäftsführer der Unternehmen Stowasserplan und Ingbiotools über 20 Jahre Berufserfahrung im naturnahen Wasserbau. Zwischen 2006 und 2011 promovierte er zu dem Thema: „Potenziale und Optimierungsmöglichkeiten bei Auswahl und Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen im Wasserbau“. Zudem ist Dr.-Ing. Andreas Stowasser für die stetige Qualitätssicherung im Unternehmen zuständig.

Über Andreas Stowasser

hat als Geschäftsführer der Unternehmen Stowasserplan und Ingbiotools über 20 Jahre Berufserfahrung im naturnahen Wasserbau. Zwischen 2006 und 2011 promovierte er zu dem Thema: „Potenziale und Optimierungsmöglichkeiten bei Auswahl und Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen im Wasserbau“. Zudem ist Dr.-Ing. Andreas Stowasser für die stetige Qualitätssicherung im Unternehmen zuständig.
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