Gehölze an Fließgewässern – Anlage, Entwicklung und Pflege

Praktikable Lösungen sind überall möglich!

Zu naturnahen Gewässern gehören Gewässer begleitende Gehölzbestände! Dabei sind oft Kompromisse erforderlich, praktikable Lösungen zu mehr Naturnähe sind jedoch fast überall möglich. Vor diesem Hintergrund hat die Ingbiotools Kompetenz Ingenieurbiologie GmbH & Co KG den Praxisleitfaden „Gehölze an Fließgewässern – Anlage, Entwicklung und Pflege“ im Auftrag der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie erarbeitet. Der Praxisleitfaden verknüpft die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Themenbereich mit den langjährigen berufspraktischen Erfahrungen der Ingbiotools Kompetenz Ingenieurbiologie GmbH & Co KG sowie der Stowasserplan GmbH & Co KG.

Im Leitfaden werden praxisnah die Möglichkeiten der Anlage, Entwicklung und Pflege von Ufergehölzbeständen aufgezeigt. Dabei wird anschaulich erläutert, wie Ufergehölzbestände kostensparend und nachhaltig etabliert und möglichst effektiv gepflegt werden können, um die vielfältigen ökologischen wie ästhetischen Vorteile von Gehölzen an Fließgewässern nutzbar zu machen.

 Was bietet der Gehölzleitfaden im Einzelnen?

Der von der Ingbiotools Kompetenz Ingenieurbiologie GmbH & Co KG erarbeitete Leitfaden „Gehölze an Fließgewässern – Anlage, Entwicklung und Pflege“ besteht aus 5 Teilen. Folgende Inhalte werden in den einzelnen Bestandteilen dargestellt:

  • Teil 1 Erläuterungsband: Grundlagenwissen zu Gehölzen an Fließgewässern und den Grundprinzipien für die Anlage, Entwicklung und Pflege von Gehölzbeständen an Gewässern. Beschrieben werden außerdem die Funktion und Bedeutung von Gehölzen und Totholz sowie die standorttypische Zusammensetzung und Struktur Gewässer begleitender Gehölzbestände. 
  • Teil 2 Maßnahmenblätter: Bezogen auf verschiedene Ausgangsbedingungen werden in 12 Maßnahmenblättern die einzelnen Maßnahmen zu Anlage, Entwicklung und Pflege von Gehölzbeständen an Fließgewässern beschrieben. Dabei wird auch auf die Aspekte Hochwasserschutz, Verkehrssicherungspflicht, Arbeitsschutz und Geräteeinsatz eingegangen. Neben beschreibenden Texten werden mit Hilfe von Übersichten, Schemazeichnungen und Fotos Fachinformationen, Grundprinzipien und Maßnahmen anschaulich und praxistauglich erläutert.
  • Teil 3 Pflanzenauswahl und Gehölzsteckbriefe: Beschrieben wird eine praxistaugliche Vorgehensweise zur Auswahl geeigneter Gehölzpflanzen auf Grundlage der Gehölzeigenschaften einerseits und der Standortbedingungen andererseits. Die Charakteristika der 29 wichtigsten Bäume und Sträucher an Fließgewässern sind in Gehölzsteckbriefen zusammengefasst.
  • Teil 4 Zusammenfassung der rechtlichen Aspekte: Anhand der Beantwortung häufig gestellter Fragen wird dargestellt, welche juristisch abgesicherten Möglichkeiten bei der Etablierung und Entwicklung von Ufergehölzen derzeit bestehen. Die Formulierungen basieren auf den Ausführungen in TLUG (2018) und sollen das Augenmerk für die gesetzlichen Anforderungen schärfen, um Abstimmungen zielführend zu gestalten und die Maßnahmenumsetzung zu erleichtern.
  • Teil 5 Übersicht zur Maßnahmenauswahl: Diese Übersicht stellt zusammenfassend und schematisch die Abfolge der erforderlichen Arbeitsschritte und Maßnahmen zur Anlage, Entwicklung und Pflege von Gehölzbeständen dar. Mit Hilfe der Übersicht ist es dem Nutzer möglich, entsprechend der jeweiligen Ausgangssituation Lösungswege zur Etablierung bzw. zur Pflege von Gehölzbeständen zu ermitteln.
Katrin Dachsel

Katrin Dachsel

arbeitet seit 12 Jahren als Projektingenieurin bei Stowasserplan und hat ihren Schwerpunkt bei der Zieldefinition und Pflege von ingenieurbiologischen Bauweisen sowie der Bauweisendarstellung und -systematisierung. Darüber hinaus bearbeitet sie Gewässerentwicklungsplanungen.
Katrin Dachsel

Über Katrin Dachsel

arbeitet seit 12 Jahren als Projektingenieurin bei Stowasserplan und hat ihren Schwerpunkt bei der Zieldefinition und Pflege von ingenieurbiologischen Bauweisen sowie der Bauweisendarstellung und -systematisierung. Darüber hinaus bearbeitet sie Gewässerentwicklungsplanungen.
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